Malaysia – Kuala Lumpur

Juli 2018

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Kuala Lumpur

Nach einem ziemlich turbulenten Flug sind wir schlussendlich noch gut und bereits nach zwei Stunden in Kuala Lumpur gelandet. Der Flughafen ist ziemlich groß, so hat es einige Zeit gedauert, bis wir unser Gepäck hatten. Haben schon gezweifelt, ob das ankommt, denn es standen sehr wenige Leute am Gepäckband. Doch die meisten steigen hier wohl nur um, um nach Hause zu kommen.
Mit einem “GrabCar” ging es in die Stadt und direkt zu Natalie und Yannick. Der Flughafen ist ziemlich weit weg und man fährt, mit Verkehr, eine gute Stunde ins Zentrum.
Was für eine Freude das Wiedersehen!! Gute zwei Jahre, nach ihrer Hochzeit in der Schweiz, haben wir uns endlich wieder gesehen. Die Zeit verging im Flug und wir gingen in ein arabisches Restaurant um die Ecke zum Abendessen. Wow, so lecker.

Den nächsten Vormittag verbrachten wir nach einem wundervollen Frühstück am Pool und genossen das schöne Wetter. Da uns der Araber am Vorabend so geschmeckt hat, fanden wir uns zum Mittagessen wieder da und haben leider bisschen übertrieben. Damit wir nicht dem „Food-Koma“ am Pool erliegen, liefen wir bisschen durch das Shoppingcenter beim Hotel. Sebastian ließ sich beim der ältesten Barber-Kette der Welt den Bart trimmen. Definitiv ein Erlebnis und das Ergebnis ließ sich sehen. Animiert durch den Ironman Frankfurt und die Europameisterschaft in der Triathlon Langdistanz (und um das Essen weg zu kriegen ☺) gingen wir anschließend doch noch ins Fitness. Wie schnell doch die Laufkondition weg ist. Hoffe sie kommt dann mal wieder. Da das Mittagessen so groß ausgefallen ist, hatten wir abends tatsächlich keinen Hunger und sind ohne Essen ins Bett.

Müde vom Nichtstun haben wir am nächsten Tag länger geschlafen als geplant. Vor dem Frühstück machten wir uns, noch motiviert vom Triathlon schauen am Vortag, auf zum Hotelpool. Dieser war gute ca. 22m lang und somit soweit gut zum bisschen schwimmen, da wir eine Ewigkeit nicht mehr schwimmen waren. Der Pool war eigentlich noch geschlossen, doch der Angestellte ließ uns rein und wir hatten das ganze Becken für uns.
Gestärkt vom Frühstück gingen wir dann raus und als erstes gleich zum Wahrzeichen der Stadt, den „Petronas-Twin-Towers“. Da dies nicht weit sind, liefen wir zu Fuß hin. Schon von weitem vom Park sind die Türme einfach beeindruckend.

 

Zuerst liefen wir gleich auf die andere Seite um uns die Türme in voller Pracht anzuschauen.

Eigentlich wollten wir rein und gleich hoch, um die Aussicht auf die Stadt zu geniessen, da das Wetter schön war. Wir dachten noch, dass wenige Leute da rundherum sind, also liefen runter zu den Kassen und sahen, dass es montags leider geschlossen ist. So drehten wir wieder um und schauten und die Shopping Mall an. Gleich als erstes ist uns ein Shop mit Roger Federers neuem Sponsor „Uniqlo“ aufgefallen. Da wir diesen noch nicht gesehen haben, schauten wir gleich rein.

Viele Sportklamotten haben sie nicht, aber sonst hat es uns sehr gefallen. Der schlichte Stil hat schon was.
Viel Platz im Gepäck hatten wir nicht mehr, also liefen wir schnell wieder aus dem Shop und aus der Mall raus und gingen Richtung “China Town”. Im “Central Market”, wo man nicht wirklich was verhandeln kann, kauften wir unser obligates Souvenir.

Wo wir gleich da waren, blieben wir gleich zum Mittagessen. Super günstig, sehr lecker und anscheinend hat es auch unser Magen gut vertragen ☺.
Via der “Jamek Moschee” ging es zum “Merdeka Square”.

Der “Merdeka Square” hat eine relativ große Bedeutung für die Malaysier, da dort im Jahre 1957 das erste mal die malaysische Nationalflagge gehisst und somit der Staat als unabhängig erklärt wurde. Die Flagge weht heute noch vom ca. 100m hohen Fahnenmast. Der Platz generell ist riesig und wird anscheinend für Festlichkeiten, vor allem zum Unabhängigkeitstag und an Silvester, genutzt. Von hier sieht man schön auf die Wahrzeichen von Kuala Lumpur, die “Petronas-Twin-Towers” und den “Kuala Lumpur Tower”.

Da es anschließend anfing zu regnen, machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel mit “GrabCar”. Abends sah es wieder besser aus und wir trafen uns mit Yannick und zwei netten Mitarbeitern von ihm im “Banyan Tree” Hotel in der “Vertigo“ Rooftopbar in der Nähe. Diese ist ganz neu und wohl erst die Woche davor aufgegangen, weshalb noch nicht viele Leute da waren. Die Aussicht war grandios, 360 Grad rundherum, nur die Musik manchmal etwas zu laut, so dass wir uns teilweise kaum verstanden und fast heiser wurden ☺. Alles in allem einfach ein schöner und gemütlicher Abend.

Am nächsten Tag ging es, bisschen später als ursprünglich geplant, wieder mit “GrabCar” zu den “Batu Caves”. Dies ist ein sehr beeindruckende Höhle mit mehreren Hindu-Tempeln, bzw. Altaren ca. 15km außerhalb der Stadt.
Am Vorabend haben wir von dem einen Mitarbeiter erfahren, dass wir rechtzeitig da sein sollen, da man da die aufgehende Sonne schön sehen kann. Wir dachten schon wir sind zu spät, aber ging noch und die Sonne war noch nicht mal hinter dem Berg hoch.
Wenn man dahin kommt, wird man gleich fast vom Anblick der riesigen goldenen Statue des Gottes “Murugan”. Einfach nur riesig und die Menschen sehen klein aus dahinter. Die Statue selber wurde erst 2006 fertig gestellt.

Wir machten uns gleich auf den Weg hoch und nahmen die gut 270 Treppenstufen in Angriff. Leider sahen wir, dass im Moment grad Renovierungsarbeiten liefen, so dass die unteren Tempel leider nur verhüllt sahen. Auf dem Weg hoch gab es viele Affen und man musste schon gut auf seine Sachen aufpassen. Immer wieder sah man Affen mit Plastikflaschen oder ähnlichen Dingen von den Touristen in der Hand. Leider gaben manche es ihnen zur Belustigung auch freiwillig, um zu sehen, wie die Affen damit umgehen, schade.

Oben angekommen sahen wir, dass auch hier fast alle Tempel grad renoviert wurden. Lediglich kleine Figuren waren teilweise sichtbar, welche mit vielen kleinen Details versehen, erstellt wurden.

Neben den Altaren waren jeweils kleine provisorische aufgebaut, so dass die Leute trotzdem beten oder auch meditieren konnten, was wir teilweise miterleben durften. Sehr beeindruckend.

Die Höhle selber ist wunderschön und mit teilweise 100m Höhe sehr imposant.

Nach einer guten Stunde haben wir alles gesehen und machten uns auf den Weg Richtung Zug. Praktischerweise gibt es einen Zugbahnhof gleich in der Nähe. Auf dem Weg gibt es nochmal zwei kleine Höhlen und wir entschieden spontan uns die “Ramayana Cave” anzuschauen (Eintritt 5 MYR p.P. / ca. 1,10 EUR). Vor dem Eingang steht eine ca. 15m hohe Statue.

Drin werden diverse Geschichten von der hinduistischen Religion mit vielen Skulpturen und wenig Text, was wir sehr angenehm empfanden, erklärt. Wunderschön und mit viel Liebe zum Detail gemacht. Da wir fast alleine drin waren, konnten wir uns in aller Ruhe alles schön anschauen. Außerdem war es angenehm kühl in der Höhle ☺.

So gingen wir zum Zug und hatten grad Glück. Die Züge fahren unregelmäßig und nur alle ca. ein bis zwei Stunden. Als wir da waren, sollte 15 Minuten später einer fahren. Wir kauften die Tickets bis ins Zentrum (2,30 MYR p.P. / ca. 0,50 EUR) und gingen zum Gleis. Der Zug stand schon da und wir wollten einsteigen. Als sich die Türen öffneten wehte und ein eisiger Wind entgegen. Im Wagon waren es gefühlt nur 10 Grad, so dass wir uns entschieden bis kurz vor Abfahrt draussen zu warten.

Nachdem umsteigen erreichten wir mit einem Bus den “Hauptbahnhof”. Von da gibt es einen Gratis-Shuttle Bus bis zur “National Mosque”, welchen wir gleich nahmen.
Im Bus selber war nicht wirklich viel auf Englisch angeschrieben, es war jedoch nicht schwierig zu merken, wo wir aussteigen müssen. Erstens ist die Moschee riesig und kaum übersehbar mit ihrem wunderschönen blauen Dach und zweitens waren so viele Muslime im Bus, d.h. wir mussten einfach mit ihnen aussteigen.

Als wir ankamen schauten wir uns das Gelände an und wollten dann noch rein. Doch leider waren wir gerade zur blöden Zeit da, denn die Moschee ist nicht immer für Nicht-Muslime geöffnet. Da wir kurz nach Schließung da waren, beschlossen wir wieder zurück zu gehen, da wir nicht drei Stunden warten wollten. Schade, von innen muss sie noch beeindruckender als von außen sein. Nächstes Mal ☺.

Also versuchten wir unser Glück nochmal bei den „Petronas-Twin-Towers“, da am Vortag die Türme für Touristen geschlossen waren. Doch auch hier schien das Glück nicht mit uns zu sein, die Tickets für den heutigen Tag waren bereits ausverkauft.

Es scheint, als müssten wir definitiv nochmal nach Kuala Lumpur zurück kehren.
Wir liefen nochmal durch die Mall unter den Türmen. An Shopping Auswahl mangelt es hier keinesfalls. Hier ist es echt gefährlich für den Geldbeutel wenn man hier durch läuft. So viele tolle Läden und ein riesiges Angebot, da läuft man schon Gefahr zu viel einzukaufen. Zum Glück sind unsere Rucksäcke ja schon übervoll, dass wir nur „Window-Shopping“ machten.
Zurück im Hotel mussten wir leider dann schon wieder unsere Rucksäcke für den Flug am nächsten Tag packen. Die Zeit hier verging auf jeden Fall mal wieder viel zu schnell und nebst Hongkong ist dies auf jeden Fall eine Stadt, in der sich ein guter Stopover lohnt.

Am Abend gingen wir alle nochmal zum Araber essen und genossen das leckere Essen. Yannicks Chef und zwei weitere gesellten sich während des Abends noch zu uns und es wurde definitiv ein lustiger Abend der uns in sehr guter Erinnerung bleiben wird.

Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück und Verabschiedung unserer Gastgeber für uns schon gleich zum Flughafen.

Es war eine wunderschöne Zeit in dieser Stadt und wir werden auch hier hoffentlich nochmal kommen um die beiden nochmal zu besuchen und vielleicht endlich auf die Petronas hoch zu können und die Moschee anschauen ☺.

Tipps und Empfehlungen Malaysia – Kuala Lumpur

– In Malaysia, bzw. in der Region gibt es kein Uber, sondern GrabCar, soweit genau das Gleiche, denn Uber wurde von “GrabCar” aufgekauft. Man sammelt aber hier Punkte welche man wieder für Fahrten oder in Restaurants einlösen kann.
– Schon mal generell ist die Stadt einfach einen Besuch wert.
– Die Batu Caves sind sicherlich sehenswert. Am Besten in der Früh hin, wenn noch nicht so viele Leute da sind. Man kann gut mit einem GrabCar/Taxi hin und/oder mit dem Zug zurück.
– Für die „Petrona Twin-Towers“ lohnt es sich das Ticket vorab schon online zu kaufen. Die Tickets sind immer schnell ausverkauft und oft für den Tag selber nicht mehr verfügbar vor Ort.
– Bevor man zur “National Mosque” geht/fährt, die Öffnungszeiten für Nicht-Muslime checken, damit man nicht vor verschlossener Tür steht.

Mampf-Mafia-Challenge

Von ganz lieben Freunden (☺) haben wir bei unserem Abschlussfest ein bereits teilweise vorausgefülltes Reisetagebuch erhalten. Darin enthalten ist für jedes geplant zu besuchendes Land eine Aufgabe, die wir hier jeweils kurz mit dokumentieren werden.

Die Aufgabe für Malaysia lautete: „Erstelle ein Strava Segment und hole die Bestzeit auf der Brücke der Petronas-Towers.“

Leider gab es keine Möglichkeit diese Challenge zu meistern. Als wir am Montag da waren, war leider geschlossen und am Dienstag gab es keine Tickets mehr, wir hatten jedoch beide Male die Sportuhren dabei und wären total motiviert gewesen. Doch es hatte nicht sollen sein und wir müssen leider für diese Challenge passen.

Next Stop: Indonesien – Bali

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