Kambodscha – Siem Reap

Juli 2018

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Siem Reap

In einem kleinen Flugzeug der Cambodia Angkor Air kamen wir nach zwei Stunden Flug am Abend in Siem Reap an. Der Flughafen ist nicht wirklich groß und nach kurzer Zeit hatten wir auch schon unser Gepäck.
Da wir grad keinen Geldautomaten gesehen haben, wechselten wir unsere letzten USD Dollar, die wir noch aus Südamerika hatten, in Kambodschanischer Riel.
Von unserem Hotel, welches wir gebucht hatten, war der Transport vom und zum Flughafen inklusive und draußen wartete schon eine Dame auf uns. Nach nur 15 Minuten waren wir im Hotel, der Flughafen ist sehr nahe der Stadt Siem Reap. Während der Fahrt sahen wir, dass es nur so von Hotels wimmelte. Unser Hotel lag eher in einer Seitenstraße und wir dachten, dass es dann ruhig wird. Doch falsch gedacht. Gleich daneben hatten wir ein Restaurant, bzw. so eine Art Bar, welche bis spät in die Nacht Musik spielte.
Nach dem Frühstück am nächsten Tag machten wir uns zu Fuß auf, die Stadt zu besichtigen. Wenn man Online die Sehenswürdigkeiten von Siem Reap googelt, kommen zuerst alle Tempel der Angkor Anlage und dann noch welche in der Stadt. Ansonsten gibt es nicht viel zu tun. Nachdem wir für unsere fast letzten Riel Wasser gekauft haben, suchten wir einen Geldautomaten. Wir wurden schnell fündig und waren erstaunt, dass er uns nur US Dollar gab. In Kambodscha, oder zumindest in Siem Reap, ist alles auch in USD angeschrieben und wird meist auch so bezahlt. Mit der Zeit bemerkten wir jedoch, dass man das Kleingeld dann schlussendlich in der einheimischen Währung erhält. So hatten wir stets einen Mix von beidem.
Wir liefen durch die Stadt und kamen zum „Wat Preah Prom“ Tempel. Tempelbauen konnten sie hier, einfach wunderschön.

Leider hatte ich nur kurze Hosen an und keinen Sarong dabei, so dass wir uns nur die Anlage und nicht den Tempel anschauten.
Schon als wir reingingen, sahen wir die bedrohlichen Wolken am Himmel hängen. Obwohl noch die Sonne schien, war uns bewusst, dass es nicht mehr lange trocken blieb. Keine paar Sekunden später fing es an zu tröpfeln. Da die Wolken nicht so dunkel waren, wollten wir weitergehen. Doch wir täuschten uns, auch diese Wolken können was. Plötzlich fing es an, richtig in Strömen zu regnen und wir konnten uns grad noch unter ein Dach retten.

Nach dem Mittagessen und einem leckeren Kaffee gönnten wir uns noch eine Fußmassage bevor wir zurück ins Hotel gingen. Im Hotel reservierten wir uns gleich ein Tuktuk für den Abend, denn wir wollten schon mal zum Sonnenuntergang in die Tempelanlage.
Pünktlich zur abgemachten Zeit wartete der Tuktuk Fahrer vor dem Hotel auf uns und wir fuhren zuerst zum Ticketschalter. Da die Anlage so groß und weitläufig ist, gibt es nur einen Ort wo man die Tickets kaufen kann und dann bei den Eingängen jeweils nur Kontrollstellen. Wir entschieden uns gleich für das Drei-Tages-Ticket, da wir wussten, dass wir nicht alles an einem Tag schaffen würden (3 Tage 64 USD p.P. / ca. 54,30 EUR).
Am nächsten Tag war geplant, dass wir uns den Sonnenaufgang beim „Angkor Wat“ Tempel anschauen wollten, so fragten wir den Fahrer, ob er uns zuerst kurz dahin fahren kann, da noch genug Zeit war. Wir fuhren hin und waren schon gleich von der Ferne fasziniert.

Wir schauten uns an, wo wir am nächsten Morgen hinwollen und besichtigten die Anlage schon bisschen von außen an. Erstaunlicherweise waren weniger Menschen da, als wir erwartet hatten.

Es war jedoch auch spät und diese Anlage schloss bald. Also gingen wir wieder zu unserem Tuktuk Fahrer zurück und er fuhr uns zum „Phnom Bakheng“ Tempel. Er ließ uns raus und wir mussten noch ein Stück den Berg hochlaufen. Eigentlich haben sie uns im Hotel einen anderen Ort genannt, doch wir waren froh, dass wir auf den Fahrer gehört haben, denn die Aussicht hier oben war grandios. Unterwegs sahen wir sogar auf die Angkor Wat Anlage.

Oben merkten wir, dass wohl alle Leute hier sind. Es hat sich wohl rumgesprochen, dass dies beliebt ist, denn viele saßen hier und hatten teilweise schon ihre Stative aufgestellt und waren bereit, obwohl die Sonne noch relativ hoch am Himmel stand. Bei diesem Tempel muss man definitiv rechtzeitig da sein, da nur maximal 300 Leute oben sein dürfen.
Da es teilweise bisschen nieselte, sahen wir nochmal einen wunderschönen Regenbogen.

Der Sonnenuntergang war unbeschreiblich schön. Anders kann man es einfach nicht sagen. Wir waren begeistert und wollten gar nicht runter.

Kaum war jedoch die Sonne weg, fingen die Wärter an die Leute runter zu schicken, obwohl es jetzt lichtmäßig fast am Schönsten war. Schade, doch wir haben auch so einen wunderschönen Sonnenuntergang erlebt. Der Weg runter zog sich doch und als wir unten ankamen war es schon fast dunkel. Verständlich, dass sie rechtzeitig anfangen die Leute runter zu schicken.
Eigentlich wollten wir in der Stadt Abendessen, doch das Ganze hat dann länger gedauert als gedacht, so dass wir gleich im Hotel blieben und da ein leckeres einheimisches Gericht zum Essen kriegten.

Und schon wieder klingelte der Wecker früh am Morgen. Da wir das Frühstück im Hotel verpassen würden, erhielten wir ein kleines Frühstück eingepackt. Der gleiche Fahrer vom Vorabend wartete um 4.30 Uhr auf uns und es ging los direkt zum Angkor Wat, da wir die Tickets schon hatten. Die Kontrollstellen waren schon offen und wir mussten nur unsere Tickets vorzeigen, es sollte jedoch nicht das letzte Mal an diesem Tag gewesen sein.
In aller Dunkelheit kamen wir beim Eingang zum “Angkor Wat” an und waren sogar ein bisschen zu früh. Vor dem Einlass zum Tempel warteten schon ein paar Leute und wir stellten uns an. Kurz vor 5 Uhr machten sie auf, wir mussten nochmal unsere Tickets zeigen und durften aufs Gelände. Mit zwei anderen waren wir die ersten am See, hätte ich nicht gedacht. Wir stellten uns an den Platz, den wir am Vorabend ausgesucht haben und machten uns bereit. Die Anlage füllte sich und der Tag brach langsam an. Es wurde immer heller und die Sicht auf den Tempel wunderschön.

Wir waren definitiv nicht die einzigen und schon bald drängten sich sehr viele Leute um den See rum.

Nachdem die Sonne oben war gingen wir in die Anlage rein und schauten uns diese an. Dieser Tempel ist knappe eintausend Jahre alt. Wir waren erstaunt, wie detailliert diese Steine verziert sind. Jeder Stein hat kleine Bild eingemeißelt. Unfassbar, wie die das vor so vielen Jahren gemacht haben.
Seit dem Jahr 1992 gehört “Angkor Wat” auch zum UNESCO Welterbe.

Nachdem wir rundherum gelaufen sind, gingen wir zum Fahrer zurück und frühstückten zuerst gemütlich im Tuktuk. So liebevoll und süß was sie uns da alles eingepackt haben. Anschließend fuhr der Fahrer uns zum South Gate der „Angkor Thom“ Tempelanlage.

Die ganze Anlage ist ungefähr 9km2 groß. In der Mitte ist der „Bayon“ Tempel, zu welchem es als nächstes ging. Der „Angkor Wat“ Tempel ist wunderschön, vor allem bei Sonnenaufgang, aber der „Bayon“ Tempel hat und definitiv total begeistert. Die eingemeißelten Gesichter überall und generell die Figuren überall, unglaublich. Neben dem “Angkor Wat” Tempel ist dies der bekannteste der gesamten Anlage wurde uns gesagt, nicht unverständlich. Wie viele andere Tempel wird / wurde auch dieser weitgehend restauriert. Man sieht jedoch Bilder, wie es anscheinend ursprünglich ausgesehen hat, unglaublich.

Wir ließen uns Zeit und schauten uns den Tempel in aller Ruhe an. Wirklich viele Leute waren nicht da. Die gesamte Anlage ist so riesig, dass es sich doch ziemlich gut verteilt.

Von diesem Tempel ging es zu Fuß zum „Baphuon“ Tempel, welcher bisschen kleiner ist. Über einen Steg gelangt man dahin und kann da bisschen hoch steigen.

Anschließend liefen wir durch die „Royal Palace Area“, schauten uns die kleineren Bauten da an, und trafen dann unseren Tuktuk Fahrer auf der anderen Seite wieder. Er ist in der Zwischenzeit rundherum gefahren und wartete bei einem Ausgang da auf uns.

Von da ging es zum „Ta Keo“ Tempel, wo man auch wieder hoch kann und dies war ziemlich steil. Unten schickte uns ein Wärter die ersten Stufen über eine Holztreppe, statt über die steile Steintreppe „it´s easy foooor yooouuu“. Doch dann kam die steile Steintreppe und wir mussten bisschen lachen, den „easy“ war das nicht mehr ☺. Oben in der Mitte gibt es einen kleinen Tempel, wo es mittlerweile ein Loch in der Decke gibt. Früher war da eine Spitze in Form einer Blume obendrauf.

Auch diesmal wartete der Tuktuk Fahrer wieder auf der anderen Seite auf uns, so dass wir nur schön durchlaufen konnten und nicht wieder zurück mussten. Weil wir so früh aufgestanden sind und durch die Hitze mit hoher Luftfeuchtigkeit, waren wir doch schon bisschen müde. Wir waren froh, dass wir „nur“ noch einen Tempel vor uns hatten, dafür aber einen der schönsten und wegen dem Film „Tomb Raider“ wohl fast bekanntesten, dem „Ta Prohm“.
Wir liefen rein, und es geht schon ein gutes Stückchen, bis man zum Eingang kommt. Wegen seiner Berühmtheit ist er ein kleines Highlight geworden und es waren einige Leute da. Dieser Tempel ist nicht so klein und man kommt immer wieder um kleine Ecken und sieht was neues. Faszinierend, wie die Bäume den Tempel eigentlich auffressen.
Die meisten Tempel hier sind der hinduistischen Religion gewidmet. Wie wir von einem Guide gehört haben, als wir “zufällig” daneben standen, ist / war dieser wurde dieser wohl später für die Buddhisten geweiht.

Glücklich aber müde von der Tour ließen wir uns zum Mittagessen vom Tuktuk Fahrer in die Stadt fahren um dort Mittag zu essen. Obwohl wir nicht viel rumgelaufen sind, waren wir fix und fertig. Am Nachmittag lagen wir, bis es anfing zu regnen, nur am Pool und erholten uns. Da es abends immer noch regnete, blieben wir auch an dem Abend nochmal im Hotel zum Essen.

Zur Erholung schliefen wir ein bisschen aus und fuhren am nächsten Tag nach dem Frühstück mit den Fahrrädern nochmal zu den Tempeln. Der Weg zog sich doch, aber es war schön wieder auf einem Rad zu sitzen. Auch wenn der Sattel bisschen hart war, hat es gepasst.
Wir machten die Runde andersrum als am Vortag und fingen beim „Tomb Raider“ Tempel „Ta Prohm“ an. Da sahen wir, dass wir am Tag davor wohl bisschen müde gewesen waren, denn wir entdeckten plötzlich viele weitere Kleinigkeiten.

Durch das East Gate (welches aber genau gleich ausschaut wie das South Gate) fuhren wir nochmal in die „Angkor Thom“ Anlage und zu unserem “Lieblingstempel”, dem „Bayon“ Tempel.

Diesmal gingen wir jedoch nicht rein, sondern fuhren einmal mit dem Rad rundherum. Einfach nur Wow!

Die gesamte Anlage hier wäre nochmal bestimmt zweimal größer und es gäbe noch weitere Tempel, die man sich anschauen könnte. Doch irgendwann schaut alles ähnlich aus und wir fuhren via „Angkor Wat“ Tempel in die Stadt.

In einem anderen Restaurant als die beiden vorherigen Tage aßen wir zu Mittag. Das Essen hier ist sehr lecker. Super gewürzt, aber nicht scharf. Es hat uns absolut geschmeckt. Auf dem Rückweg zum Hotel gönnten wir uns beide nochmal eine Massage. Für diese Preise kann man einfach nicht nein sagen. Das können sie hier und für die Preise hätten wir uns eigentlich fast öfters massieren lassen sollen.
Da das Wetter wieder zuzog, waren wir nur noch kurz am Pool und planten den Rest des Abends noch unseren letzten Stopp der Reise, Indonesien.

So schnell kam dann auch schon wieder das Ende unserer Zeit hier in Kambodscha. Nach dem letzten Frühstück hier, lagen wir bis zur Abfahrt nochmal kurz am Pool, bevor es wieder mit dem Hotel Shuttle zum Flughafen ging, wo wir Richtung Kuala Lumpur und Natalie und Yannick flogen.

Da wir nur in Siem Reap, der Touristenhochburg von Kambodscha gewesen sind, können wir fast nicht sagen, wie das Land generell ist. Es hat uns jedoch sehr gefallen und die Leute sind nach der traurigen Vergangenheit sehr zuversichtlich und geben sich große Mühe mit allem. Denke sie schätzen grad alles besonders.
Die Tempelanlagen sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Es lohnt sich trotz des Preises ein Drei-Tages Ticket zu nehmen, da es einfach für einen Tag zu groß und zu viel ist. Es gibt so viele Tempel. Auch außerhalb der Stadt gäbe es nochmal wunderschöne Tempel, die haben wir, trotz des Drei-Tages Tickets, dann nicht mehr geschafft.
Ich denke Siem Reap werden wir nicht nochmal besuchen, aber der Rest von Kambodscha würde uns auf jeden Fall nochmal reizen. In Verbindung mit Vietnam bestimmt nochmal eine tolle Reise ☺.

Tipps und Empfehlungen Kambodscha – Siem Reap

– Der „Angkor Archäologische Park“ ist riesig und daher lohnt sich ein Drei-Tages-Pass auf jeden Fall, wenn man mehrere Anlagen besuchen möchte.
– Wenn man das Ticket am Abend ab 16.45 kauft, darf man sogar schon rein, ohne dass es als ein Tag der des Tickets zählt. So hat man quasi 3,5 Tage.
– Am ersten Tag lohnt es sich einen Tuktuk Fahrer zu nehmen, der einen zu den Tempeln fährt und weiß wo lang. Für die weiteren Tage lohnt es sich die Anlage mit dem Rad zu erkundigen, da man auch so nochmal sehr viel sehen kann.
– Der Sonnenuntergang ist vom „Phnom Bakheng“ Tempel wunderschön. Am besten rechtzeitig da sein, da nur 300 Personen oben sein dürfen.
– Zum Sonnenaufgang wirklich rechtzeitig zur Toröffnung um 5 Uhr zum „Angkor Wat“ fahren und sich einen guten Platz s

Mampf-Mafia-Challenge

Von ganz lieben Freunden (☺) haben wir bei unserem Abschlussfest ein bereits teilweise vorausgefülltes Reisetagebuch erhalten. Darin enthalten ist für jedes geplant zu besuchendes Land eine Aufgabe, die wir hier jeweils kurz mit dokumentieren werden.

Die Aufgabe für Kambodscha lautete: „Mache eine Radtour durch Angkot Wat.“

        

Dachte, der Park ist näher an der Stadt und in der Hitze war es schon was, mit dem Rad da raus zu fahren. Aber es war super schön und man hat die Umgebung auch besser gesehen als mit dem Tuktuk. Waren froh, dass wir das Rad ausgeliehen haben und konnten auch tolle Fotos machen☺. Alles geklappt (auch wenn der Po nun vom harten Sattel wehtut, bin nichts mehr gewohnt).

Next Stop: Malaysia – Kuala Lumpur

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