Fidschi

Mai 2018

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Viti Levu – Sonaisali Island

Ein bisschen später als ursprünglich landeten wir bereits bei Dunkelheit auf dem Internationalen Flughafen von Nadi auf der Insel Viti Levo in Fidschi. Der Flug mit „Fiji Airways” war sehr angenehm und die knapp 4 Stunden vergingen „wie im Flug“ ☺.

Mit dem Taxi fuhren wir zum Hotel und fühlten uns gleich wie im Paradies. Unser Hotel war zwar quasi auf der „Viti Levo“ Insel, lag jedoch auf einer kleinen Halbinsel „Sonaisali Island“ und wir mussten mit einem kleinen Boot ca. 3 Minuten rüberfahren.

Da Fidschi als Pause und Erholung geplant war, haben wir uns ein schönes Hotel ausgesucht. Schon beim Einchecken gab es für jeden einen warmen Schoko-Cookie. Wir sind definitiv im Himmel angekommen ☺. Schnell merkten wir, dass „Bula“ ein sehr wichtiges Wort auf Fidschi ist. Es bedeutet soviel wie „Hallo“ oder „Herzlichen Willkommen“ etc. Überall und zu jeder erdenklichen Situation hört man ein “Bula”.

Bei der Buchung konnten wir gratis ein Upgrade machen und konnten so unsere „Suite“ übernehmen. Ein riesen Zimmer. Wenn wir an unser 2qm Zimmer in Uyuni, Bolivien dachten, mussten wir ein bisschen lachen, wie verschieden doch alles sein kann. Ist natürlich eine Frage des Preises (und Ortes).

Die nächsten beiden Tage haben wir so gut wie nichts gemacht ☺. Auch mal gut. Leider oder vielleicht zu unserem Glück, gab es nichts in der Nähe unseres Hotels, also rein gar nichts. Wenn man mit dem kleinen Boot die paar Meter auf die Hauptinsel fuhr, waren da ein paar Hütten, weiter hinten ein Supermarkt, aber sonst einfach nichts in Laufnähe. So waren wir gezwungen und zu erholen, denn wir wissen, wenn es was gegeben hätte, wären wir wieder aufgebrochen und hätten was besichtigt.

Also genossen wir wunderschöne Sonnenunter- und aufgänge und das leckere Essen im Hotel.

Ein bisschen schade war, dass wir bei uns nicht im Meer baden konnten. In der Nähe unseres Hotels liefen Flüsse aus den Bergen ins Meer und „verschmutzten“ es mit Schlamm und Holz, so dass es nicht besonders einladend aussah. Untypisch für uns lagen wir also den ganzen Tag am Pool, den Blick zumindest auf das weite Meer gerichtet.

Ganz ohne was zu tun, konnten wir aber auch nicht sein. Also buchten wir einen Ausflug für den dritten und mittleren Tag. Die Touren sind generell relativ teuer und Fidschi ist gar nicht sooo klein. Wir entschieden uns für einen Ausflug mit „Discover Fiji Tours“ und machten die „The Jewel of Fiji – Day Tour” (220 FJD p.P. inkl. Kreditkartengebühr / ca. 93,95 EUR).

Nach einem schnellen Frühstück sollten wir um 7 Uhr abgeholt werden. Leider gab es bei einem anderen Hotel ein Zeitmissverständnis und so kam der Bus erst eine halbe Stunde später. In der Ruhe und mit Aussicht auf Wasser und wunderschöne Palmen war das Warten aber überhaupt nicht schlimm.

Wir waren noch nicht die letzten und fuhren somit noch zu zwei anderen Hotels um Leute abzuholen. Während der Fahrt lehrte uns der Tourguide ein paar Wörter auf Fidschi. „Bula“ kannten wir schon. Nicht minder wichtig ist „Vinaka“ = „Danke“. Nicht zu verwechseln mit „Vanaka“ was schiessen bedeutet. Wieviel doch ein Buchstabe ausmachen kann.
„Io“ heißt „Ja“ und „Senga“ heißt “Nein”, was uns später im Fidschi Dorf bei den Souvenirständen viel weitergeholfen hat ☺. Um sich zu verabschieden sagt man „Mothey“.

Nach drei Stunden Busfahrt kamen wir bei der ersten Station einer Stadt, bzw. einem Dorf am „Navua River an“. Hier erhielten wir Rettungswesten und wurden auf vier kleine Kanuähnliche Boote mit Motor verteilt, wo jeweils sechs bis acht Gäste Platz hatten. So fuhren wir in wunderschöner Landschaft den Fluss aufwärts.

Nach etwa einer Stunde hielten wir an und liefen ein Stücken in den Dschungel bis zu einem Wasserfall. Bislang hatten wir es immer erlebt, dass der Wasserfall eher klein war, wenn man mit einer Tour dahin fährt. Dieser war auf gar keinen Fall klein. Hier konnten wir ins Wasser, uns abkühlen und die Stärke des Wassers beim Wasserfall spüren. Auch für uns Schwimmer war es nicht einfach dahin zu kommen, da der Strom doch ziemlich stark war.

Nach dem Baden ging es zurück auf die Boote und wir fuhren ein Stück zurück, wo Bambusflosse auf uns warteten. Jeweils zwei Boote saßen auf einem Floss, so dass wir auf zwei Flossen den Fluss runter trieben. Die beiden „Kapitäns“ hatten ihren Spaß und spritzten immer wieder das andere Floss an, bis einer im Wasser landete ☺. Wir hatten uns leider schon umgezogen, aber einige Gäste sprangen ins Wasser und liessen sich neben dem Floss im Wasser treiben. Eine schöne und entspannte Zeit.

Nicht viel später stiegen wir wieder auf die Boote um und fuhren nur wenige Minuten bis zum „Fiji Village“. Da wurden wir gleich mit einem Lied begrüßt. Wenn man ein einheimisches Dorf besucht, müssen die Frauen sich Schultern und Knie bedecken. Die Männer dürfen rumlaufen wie sie wollen. Leider hielten sich nicht alle Frauen daran, was ich sehr schade fand.

Bevor wir in die „Küche“ gingen, konnten wir uns eine Kokosnuss kaufen und uns mit dem Kokoswasser erfrischen.

Anschließend trafen wir uns alle in der Außen-Küche, wo die Männer auf Kohle das Fleisch und einen Teil des Gemüses auf und unter Bananenblättern dämpfen lassen, so wie es früher gemacht wurde. Als er die ersten Blätter anhob roch es schon köstlich und der Hunger wurde nicht kleiner. Den Rest des Mittagessens wurde von den Frauen in den Haushaltsküchen zubereitet.

Bevor wir Essen durften, gingen wir ins „Gemeinschaftshaus“, wo wir unsere Schuhe ausziehen und uns geschlechter getrennt hinsetzen mussten. Die Jungs und Männer vorne, Mädels und Frauen hinten. Es wurden Tänze aufgeführt und sie zeigten uns die Zeremonie zum Kava-Getränk. Kava ist sehr bekannt auf Fidschi und wird von den Einheimischen oft getrunken, jedoch nur in Gemeinschaft. Es wird aus Wurzeln hergestellt und lässt bereits nach einer Schale die Lippen und Zunge taub werden. Der Guide meinte, dass nach ein paar mehr Schalen mehr taub wird.

Nach einem weiteren Tanz, wo auch wir machten durften / mussten gab es Mittagessen. Hier durften erstaunlicherweise die Frauen zuerst ans Buffet. Das Essen war unfassbar lecker und es gab eine riesige Auswahl an verschieden, typischen Speisen. Hungern musste hier niemand.

Als alle fertig gegessen haben, gingen wir wieder raus und es wurde gezeigt, wie aus Bananenblättern Körbe und Teppiche geflochten wurden. Weiter zeigten sie uns, wie aus Kokosnussschalen Seile geflochten werden und wie typische Bilder mit natürlichen Farben gemalt werden, welche man anschließend auch kaufen konnte. Damit wir dies nicht vergessen, ging es wieder zurück ins „Gemeinschaftshaus“, wo die Frauen das Essen aufgeräumt haben und kleine Souvenirstände aufgebaut hatten. Hier hatten wir nun genügend Zeit uns alles anzuschauen und einzukaufen.

Zum Abschluss wurden wir eingeladen in der Vorschule vorbeizuschauen, wo uns bereits die Kinder des Dorfes empfingen. Auf Fidschi gibt es in jedem Dorf eine Schule und theoretisch haben somit alle Kinder Zugang dazu. Bereits in der Vorschule wird den Kindern Englisch beigebracht. Den Schulabschluss besteht man nur, wenn man auch im Englisch durchgekommen ist. Fällt man im Englisch durch, ist man komplett durchgefallen und muss wiederholen. Fällt man aber zum Beispiel nur in Mathe durch, hat jedoch einen guten Durchschnitt erreicht, hat man den Abschluss geschafft. Die Fidschianer haben gemerkt, wie wichtig dies für den Tourismus, die Haupteinnahmequelle, ist.

Grad zum Schluss fing es an zu tröpfeln und so wurden wir wieder auf die Busse verteilt und fuhren zurück Richtung Hotel, wo wir genau rechtzeitig zum Abendessen angekommen sind.

Die beiden weiteren Tage waren dann nicht anders als die ersten zwei. Wir erholten uns am Pool und genossen einfach die Sonne und die Wärme. Ein bisschen planten wir noch an der Weiterreise weiter, doch grundsätzlich haben wir gelesen und uns ausgeruht.

Einmal wollten wir bisschen laufen gehen, jedoch schon von den Einheimischen vor den Hunden vorgewarnt, drehten wir schnell um und ließen unser Vorhaben sein. Stattdessen schauten wir uns lieber nochmal die schön romantisch kitschigen Sonnenuntergänge an.

Wir waren erstaunt von der Vielfalt von Fidschi. Mir war nicht ganz bewusst, dass es doch so relativ hohe Berge da gibt. Die beiden großen Inseln sind auf jeden Fall größer als ich gedacht habe. Wir hatten eine wunderschöne und sehr erholsame Zeit und freuen uns auf die Weiterreise.

Tipps und Empfehlungen Fidschi

– Die Hotelanlage und die Umgebung vor dem buchen gut anschauen, falls man was unternehmen will.
– Es gibt zwei Hauptinseln. Wenn man weiteres sehen will, sollte man sich im Vorfeld gut anschauen, auf welcher man ein Hotel buchen will. Oder dann ein Insel Hopping planen ☺.
– Genießen und entspannen☺

Mampf-Mafia-Challenge

Von ganz lieben Freunden (☺) haben wir bei unserem Abschlussfest ein bereits teilweise vorausgefülltes Reisetagebuch erhalten. Darin enthalten ist für jedes geplant zu besuchendes Land eine Aufgabe, die wir hier jeweils kurz mit dokumentieren werden.

Die Aufgabe für Fidschi lautete: „Rudere ein Einbaum(-Boot)“

Da wir leider ein bisschen „gefangen“ waren in unserem Hotel, kamen wir nicht groß rum. Leider haben wir aber auch auf unserem Ausflug kein Einbaumboot gesehen und hoffen durch die Fahrt auf dem Bambusfloss die Aufgabe bestanden zu haben☺.

Next Stop: Hongkong

 

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